glutenfreie Bärentatzen

Bärentatzen

Zur Adventszeit gehören neben dem Adventskranz einfach Plätzchen oder wie wir Schwaben sagen >Gutsle*<. Das Rezept das ich dir heute vorstelle ist ein echter, schwäbischer Klassiker. Die Bärentatzen oder Schokomuscheln, wie sie in manchen Backbüchern auch genannt werden dürfen in keinem Haushalt fehlen. Wie ist das bei dir?

Backst du in der Adventszeit immer mal wieder Gutsle?

Oder hast du bereits zum ersten Advent alles fertig? Also ich bin absolut Typ >immer mal wieder<, mache mir keinen Stress mit dem Backen und schaue einfach wann es reinpasst. 

Zu unserem Selbstgebackenen kaufen wir regelmäßig auch beispielsweise glutenfreie Lebkuchen dazu. In diesem Jahr haben wir mal was Neues probiert und bei https://www.fraunholz-lebkuchen.de/Glutenfrei:::2.html bestellt. Die Original Nürnberger Elisen Lebkuchen sind generell mehlfrei und die glutenfreie Variante ist mit glutenfreier Oblate gebacken. Man hat uns unsere Bestellung sogar extra in eine hübsche Blechdose verpackt.  

Gerade habe ich die Bärentatzen fertiggebacken. Tja, um richtig leckere Tatzen zu bekommen braucht es aber etwas Geduld.

Vor dem Backen müssen die Plätzchen am Besten über Nacht abtrocknen. Dann werden sie richtig lecker: Innen recht weich, fast schon ein bisschen zäh und außen knusprig und in Zucker gewälzt. Beim Reinbeißen entwickelt sich eine wahre Schokoladen-Explosion …

Unsere ganze Familie liebt Bärentatzen. Da sich die leckeren Gutsle hübsch verpackt auch gut als Geschenkle eignen empfehle ich gleich die Herstellung der größeren Menge. Deshalb also die große Menge bei mir sind das dann 130 Bärentatzen geworden. In Klammern setze ich gleich noch die Angaben zur halben Menge, dann brauchst du nichts umzurechnen falls du doch weniger backen möchtest. So, nun zum Rezept…

Zutaten A)
8 (4) Eiweiß 

Zutaten B)
800 g (400 g) gemahlene Mandeln
400 g (200 g) Zucker
200 g (100 g) Schokolade, >zartherb<
50 g (25 g) Backkakao
10 g (5 g) Zimt, gemahlen
5 g (2,5 g) Zitronenschale
10 g (5 g) Zitronensaft
0,5-1 g gemahlene Nelken – je nach Geschmack

Zutaten C)
130 g (65 g) Zucker

Zutaten D)
200 g (100 g) Kuvertüre, weiß 
200 g (100 g) Kuvertüre, Vollmilch

Sonstiges
Form für Bärentatzen | Schokomuscheln 

Zubereitung: 
Eier trennen und das Eigelb in den Kühlschrank stellen. Entweder du backst noch andere Gutsle, für die du das Eigelb gebrauchen kannst und du machst beispielsweise Omelett oder Rührei mit mehr Eigelb…
Das Eiweiß sehr steif schlagen. 
In einer separaten Schüssel die gemahlenen Mandeln mit dem Zucker mischen. Die Schokolade zerkleinere ich mit dem Zauberstab. Wenn du keinen Zauberstab zur Hand hast kann du auch eine Reibe nehmen. Jedenfalls sollte die Schokolade fein geraspelt sein. Schokolade, Backkakao, Zimt, Zitronenschale und Zitronensaft abmessen und zu den Mandeln geben. Bei den gemahlenen Nelken verwende ich für die große Menge 1 g, wenn du allerdings den Geschmack von Nelken nicht so magst, dann verwende einfach weniger oder lasse sie ganz weg.
Mische alle Zutaten gut durch und gebe dann das steif geschlagene Eiweiß dazu. Zuerst untermischen und dann gut durchkneten. Am Besten geht das mit den Händen. 
Nun geht es ans Formen der Bärentatzen. Fülle dazu den Zucker (Zutaten D) in einen Teller. Mit zwei Kaffeelöffeln etwa kleine walnussgroße Bällchen abstechen und im Zucker wälzen. In das Förmchen drücken und dann auf ein mit Backpapier belegtes Backblech stürzen. So lange fortfahren, bis der ganze Teig aufgebraucht ist.
Über Nacht abtrocknen lassen.

Am nächsten Tag den Backofen vorheizen und jedes Blech einzeln bei 180 Grad Ober-| Unterhitze auf der mittleren Schiene backen. 
Bärentatzen abkühlen lassen. 

Kuvertüre erhitzen, die Tatzen etwas eintunken und auf Backpapier abtrocknen lassen.
Ich mache drei Varianten: mit weißer Kuvertüre, mit Vollmilch und ohne Glasur. Natürlich kannst du genauso dunkle Kuvertüre verwenden. Bei uns lieben die Kinder Vollmilchschokolade und so ist für jeden und jede etwas dabei 🙂 .

Fertig.
Einfach genießen – mmmmh…… 

TIPP: 
Zum Verschenken sieht es toll aus, wenn du einen kleinen Tannenzweig, eine Zimtstange und vielleicht eine kleine Weihnachtskugel dazu dekorierst.

*so nennt man Plätzchen im Schwäbischen, alternativ kann man auch Bredla sagen