
Schwäbischer Hefezopf
Eine der größten Herausforderungen bei der glutenfreien Bäckerei sind Hefeteige, insbesondere wenn diese wie beim Hefezopf Ei enthalten. Wir sind mit diesem Hefezopf ganz glücklich. In einen echten schwäbischen Hefezopf gehören natürlich Rosinen, oder wie wir Schwaben sie nennen >Zibeben<, wenn du aber keine magst kannst du sie natürlich auch weg lassen. Oder du legst die Rosinen vorher ca. eine Stunde in Rum ein. Das schmeck auch sehr lecker.
Wichtig ist, dass sich der Hefezopf locker auseinanderreißen lässt.
Er darf nicht trocken schmecken. Daher muss der glutenfreie Teig sehr lange geknetet werden. Optimaler Weise verwendest du dazu eine Küchenmaschine.
Wir haben festgestellt, dass der glutenfreie Hefeteig durch Zugabe eines kompletten Ei recht fest wird und verwenden daher für unseren Hefezopf lediglich das Eigelb. Du kannst das Eiweiß entweder mit zum Bestreichen der Zöpfe verwenden oder in einem anderen Gericht aufbrauchen.
Dieses Rezept haben wir für zwei kleine Hefezöpfe geschrieben, wenn du z.B. einen großen Zopf bäckst musst du die Backzeit evtl. verlängern bei kleinerem Backwerk verkürzen.
Zutaten:
A)
400 g glutenfreien Mehl, Schär Brot Mix B
100 g Kartoffelstärke
5 g Flohsamenschalen
75 g Zucker
5 g Salz
B)
205 g heißes Wasser
205 g Milch 3,8% Fett
5 g Zucker
21 g Frischhefe (1/2 Würfel)
80 g Butter
2 Eigelb
C)
80 g Rosinen
1 Ei
etwas Hagelzucker
Zubereitung:
Zutaten A abwiegen und in der Rührschüssel der Küchenmaschine kurz verrühren. Die Butter erhitzen. In einem separaten Gefäß heißes Wasser und Milch mischen. Ich verwende sehr heißes Wasser, dann ist die Mischung, auch wenn die Milch direkt aus dem Kühlschrank kommt noch lauwarm. Die Hefe in der Flüssigkeit auflösen, die 5 g Zucker dazugeben. Abschließend die flüssige Butter hinzufügen, mit einem Teigschaber kurz umrühren und zur Mehlmischung geben.
Erst langsam unterrühren und dann auf hoher Stufe (wir verwenden Stufe 6 bei der Bosch OPtimum) mit dem Knethaken mindestens fünf Minuten kneten lassen. Dann ggf. die Rosinen dazu geben und weitere drei Minuten kneten.
Teig vom Knethaken entfernen und mit einem frischen Geschirrtuch abgedeckt bei Zimmertemperatur mindestens eine Stunde gehen lassen.
Den Backofen auf 230 Grad Ober- | Unterhitze vorheizen. Das Backblech mit Mehl bestäuben und die Hände „bemehlen“.
TIPP:
Unterdessen verwende ich normalerweise kein Backpapier mehr und habe festgestellt, dass sich die Qualität der Backwaren dadurch verbessert und diese an der Unterseite viel knuspriger werden.
Den Teig kurz durchkneten und halbieren. Jede Teighälfte in drei gleich große Stücke teilen. Daraus gleichmäßige Rollen mit ca. 30 cm Länge formen. Ich mache dies gerne direkt auf dem Ceranfeld des Herdes. Der Teig ist schön kompakt und klebt nicht, so dass die Fläche nicht einmal „bemehlt“ werden muss.
Nun aus jeweils drei Teigsträngen Zöpfe flechten. Den Anfang und das Ende nach unten umklappen und die beiden Hefezöpfe auf das Backblech setzen. Das Ei mit einer Gabel aufschlagen und die Zöpfe damit einpinseln. Hagelzucker nach belieben drüber streuen und ab in den Ofen!
Auf der untersten Schiene für 15 Minuten bei 230 Grad backen, dann die Temperatur auf 180 Grad reduzieren und für weitere zehn Minuten im Ofen lassen. Den Hefezopf direkt nach Ende der Backzeit aus dem Backofen nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Am besten lauwarm genießen.
Guten Appetit 🙂
TIPP:
Falls am nächsten Tag noch Reste des Zopfes übrig sind, so schmecken diese fantastisch mit Butter und Gsälz (Marmelade) oder auch mit Schokocreme.

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