Hefezopf, glutenfrei

Lieblings-Hefezopf

Hast du schon einmal mein Rezept für den Schwäbischen Hefezopf (Link) probiert? Wir mögen ihn sehr gerne, allerdings ist er nicht so richtig fluffig. Daher habe ich etwas am Rezept getüftelt und es etwas abgewandelt. Den schwäbischen Hefezopf empfehle ich dir, wenn du ihn gerne beispielsweise mit Butter und Marmelade essen möchtest. Ein sehr leckeres süßes Hefebrot, aber etwas kompakter. 

Magst du den Hefezopf richtig locker und am Besten gleich „zum so Essen“ – einfach abschneiden und reinbeißen, dann backe ihn nach diesem Rezept.

Da insbesondere glutenfreie Mehlmischungen sehr unterschiedlich reagieren rate ich dir für ein planbares Backergebnis die Verwendung der vorgeschlagenen Mehlsorte. Natürlich kannst du das Rezept auch mit anderen glutenfreien Mehlen versuchen. Gib’ mir gerne ein Feedback zu deinem Backergebnis. Ich verwende bewusst nur Eigelb und nicht das ganze Ei, da der glutenfreie Hefeteig durch die Zugabe von Eiweiß fester wird. Die angegebene Menge reicht für zwei Hefezöpfe oder für einen großen Hefekranz. Der Kranz eignet sich besonders gut, wenn Gäste kommen. Ich stelle dann beispielsweise eine Kerze oder einen kleinen Blumenstrauß in die Mitte. Und schon hast du einen Hingucker für deine Kaffeetafel oder dein Buffet.

Eingefroren habe ich den Hefezopf bisher nicht, da er bei uns immer so schnell weggegessen ist 🙂 eigentlich sollte das aber auch gehen.
Wenn du zwei Zöpfe flechtest kannst du die Rosinen oder wie wir Schwaben sagen die Zibeben auch erst in den Teig mischen, nachdem du diesen in zwei Teile geteilt hast. Dann gibt es sogar einen separaten Zopf für diejenigen die keine Rosinen mögen.

Die Zubereitung ist ganz einfach:

Zutaten:
A)
1.000 g glutenfreies Mehl, Schär Mix Brot
10 g Flohsamenschalen
150 g Zucker
10 g Salz

B)
410 g Wasser, heiß
410 g Milch, 3,8 % Fett
42 g Frischhefe (1 Würfel)
10 g Zucker
4 Eigelb

C)
160 g Butter, flüssig

D)
20 g Rosinen

E | Zum Bestreichen)
2 Eigelb
10 g Milch, 3,8 % Fett

etwas Hagelzucker 

Zubereitung:
Alle Zutaten A abwiegen und in der Rührschüssel der Küchenmaschine kurz vermengen. 

In einem separaten Gefäß heißes Wasser und Milch mischen. Ich verwende sehr heißes Wasser, und nehme die Milch direkt aus dem Kühlschrank, so ist die Wasser-Milch-Mischung dann lauwarm. Löse die Hefe im Milchwasser vorsichtig mit den Fingern oder einem weichen Teigschaber auf und gebe den Zucker dazu.
Trenne die Eigelb in einem separaten Gefäß. So musst du falls eines der Eier schlecht ist nicht gleich den ganzen Teig wegwerfen. Gebe die vier Eigelb zur Hefe und verrühre das ganze mit dem Teigschaber.

Nun die Mischung auf einmal zum Mehl geben und mit den Knethaken der Küchenmaschine, erst langsam und dann auf hoher Stufe (wir verwenden Stufe 6 bei der Bosch OPtimum) mindestens fünf Minuten kneten lassen.

Während dessen die Butter erhitzen. Diese sollte einigermaßen flüssig, aber nicht zu heiß sein. Nun die flüssige Butter zum Teig geben und weiter kneten. Hier hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du gibst die Butter nach und nach zu oder du machst es wie ich und kippst die komplette Butter auf einmal rein. Bei der zweiten Variante musst du zwischen dem Kneten immer mal wieder den Teig mit dem Teigschaber vom Rand wegmachen, damit sich das Fett gut mit dem Teig verbindet. 
Nochmal mindestens fünf Minuten kneten lassen. Wenn der Teig beim Kneten „abreißt“ ist er gut. Gebe nun die Rosinen dazu und mische diese gut unter.

Teig vom Knethaken entfernen und mit einem Teigschaber vom Schüsselrand etwas ablösen. Mit einem frischen Geschirrtuch abgedeckt bei Zimmertemperatur mindestens eine Stunde gehen lassen.

Den Backofen auf 230 Grad Ober- | Unterhitze vorheizen. Das Backblech mit Mehl bestäuben und die Hände „bemehlen“. 
Den Teig nicht kneten, sondern nur halbieren (1.129 g pro Zopf). Dies kannst du entweder nach Gefühl machen oder du nimmst eine Waage zur Hand.

Nun jede Teighälfte in drei gleich große Stücke (376 g pro Strang) teilen. Daraus gleichmäßige Rollen mit ca. 50 cm Länge formen. Ich mache dies gerne direkt auf dem Ceranfeld des Herdes, natürlich kannst du aber auch eine Backunterlage oder ein Backbrett nehmen. Der Teig ist durch das Fett schön kompakt und klebt nicht, so dass die Fläche nicht einmal „bemehlt“ werden muss.
Aus jeweils drei Teigsträngen werden jetzt die Zöpfe geflochten. Beim Flechten musst du etwas vorsichtig sein, damit die einzelnen Stränge nicht abreisen, da der Teig recht weich ist. Den Anfang und das Ende nach unten umklappen und die beiden Hefezöpfe mit etwas Abstand auf das Backblech setzen. Die Eigelb zusammen mit der Milch mit einer Gabel aufschlagen und die Hefezöpfe von außen nach innen damit einpinseln. Hagelzucker nach belieben drüber streuen und ab in den Ofen!

Auf der untersten Schiene für 15 Minuten bei 230 Grad backen, dann die Temperatur auf 180 Grad reduzieren und zehn Minuten weiter backen. Den Hefekranz oder die beiden Zöpfe direkt nach dem Ende der Backzeit aus dem Backofen nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Die Backzeit ist für den Kranz und die beiden Zöpfe die Selbe.

Am besten gleich lauwarm genießen. 
Lass’ es dir schmecken…

TIPP:
Falls am nächsten Tag noch Reste des Zopfes übrig sind, so schmecken diese fantastisch mit Butter und Gsälz (Marmelade) oder auch mit Schokocreme.

Kalorienangaben*
Hefezopf, ohne Hagelzucker 287 kcal | 100 g
1 Scheibe hat bei uns ca. 55 g, also ca. 156 kcal

*A C H T U N G: Ich bin KEINE Ernährungsberaterin. Wenn du aus gesundheitlichen Gründen auf die Kalorienangaben angewiesen bist, so prüfe diese unbedingt auf Plausibilität! Dankeschön.